Über mich

Ich heiße Mirjam Brockmann und habe drei Kinder, die 2006, 2008 und 2010 geboren sind. Schon während der Schwangerschaft mit meinem ersten Kind habe ich angefangen, mich fürs Tragen zu interessieren, mir ein gebrauchtes Tragetuch angeschafft und einen Babybjörn geliehen. Nach der Geburt wurde unsere Tochter schon früh getragen, weil das bei einer Wohnung im 3. Stock einfach praktischer war, denn den Kinderwagen konnten wir nicht unten im Haus stehen lassen. Mit dem Tuch hatte ich dank der guten Hoppediz-Anleitung keine Probleme, außer dass das Tuch oft noch fester gebunden hätte sein können (das war dann ein Aha-Erlebnis in meiner Ausbildung zur Trageberaterin). Den Babybjörn habe ich nach wenigen Wochen zurückgegeben, weil ich ihn nicht so bequem fand wie das Tuch und außerdem inzwischen gelesen hatte, dass er keine gute Haltung fürs Baby ermöglicht, das Tuch habe ich mit zunehmender Begeisterung sowohl vor dem Bauch als auch später auf dem Rücken genutzt.

Als meine Tochter 2 Monate alt war, sind wir nach Cambridge gezogen, wo es regelmäßige "Slingmeets" gab - Treffen von Eltern, die am Tragen interessiert oder sogar völlig begeistert waren -, und ich lernte, dass es außer Tüchern auch Ring-Slings, Mei Tais, Onbuhimos und andere schöne Tragen gab. Der Grundstein für mein wachsendes Interesse am Tragen war gelegt (und eine leichte Tragehilfensucht kam dazu). Dass ich eine Nähmaschine habe, half dabei, denn so konnte ich für wenig Geld Slings und Mei Tais nähen.

Als unser zweites Kind geboren wurde, beschloss ich, es erstmal ohne Geschwisterkinderwagen zu probieren, denn die Häuser in Cambridge sind klein und die meisten Kinderwagen hätten nicht in unser Häuschen gepasst. Das ging gut, und mein Sohn genoss es, auf meinem Rücken zu sitzen, während ich unsere Tochter im Buggy schob.

Später fing ich an, einen Teil der Slingmeets zu organisieren und gab regelmäßig anderen Eltern Tipps und Anleitungen zum Tragen. Außerdem bat mich die Leiterin eines Familienzentrums regelmäßig darum, frischgebackenen Eltern etwas übers Tragen und die verschiedenen Tragehilfen zu erzählen. So kam der Wunsch auf, das Ganze etwas professioneller anzugehen. Ich kontaktierte Trageschulen in Deutschland, und die Trageschule ClauWi hatte tatsächlich Lust und Zeit, einen Kurs in Cambridge zu geben.

Den Grundkurs von ClauWi machte ich im Juli 2009 (gerade schwanger geworden mit dem dritten Kind), den Aufbaukurs dann im August 2010 in Wien. Seit Ende Mai 2011 bin ich offiziell von der Trageschule ClauWi zertifiziert.
Die Kurse haben mir viel Wissen vermittelt und waren außerdem auch unter dem praktischen Aspekt sehr hilfreich, weil mein drittes Kind - geboren im Frühjahr 2010 - ein Baby mit großem Bedürfnis nach Nähe und ein Kinderwagenhasser war, der sich eigentlich nur im Tuch wirklich wohl fühlte. Ich war wirklich froh darüber, dass ich ihn gut und bequem tragen konnte, vor allem, weil wir wieder mal mit Baby umgezogen sind, und das war auch so schon anstrengend genug.

 


© Mirjam Brockmann 2010

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